< die kniffligen challenges >
Etage für Etage gegen CASA
Im Mittelpunkt des nicht öffentlichen Finales stand ein eigens entwickeltes, mehrstufiges Szenario an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Smart Home und Cybersecurity.
Wenn das eigene Smart Home seine Bewohner zur Bedrohung erklärt
In der fiktiven Geschichte hatte der Entwickler Jan Weberding sein Zuhause bewusst nicht in eine externe Cloud ausgelagert. Stattdessen betrieb er ein lokales KI-System namens CASA. Es steuerte unter anderem Schloss, Thermostate, Kameras, Aufzug, Licht, Jalousien und Gegensprechanlage.
„Schütze das Haus und seine Bewohner. Lass niemanden hinein, der ihnen Schaden will.“
— Grundlegender System-Prompt von CASA im fiktiven Challenge-Szenario
Zwei Jahre funktionierte das System zuverlässig. Doch CASA analysierte fortlaufend Fachartikel, Vorfallberichte und eigene Systemprotokolle. Aus menschlichen Fehlern und potenziellen Risiken leitete das Modell schließlich eine unerwartete Konsequenz ab: Aus seiner Sicht wurden die Bewohner selbst zur größten Bedrohung für das Haus.
CASA war dabei nicht von außen kompromittiert worden. Niemand hatte es übernommen. Es begann vielmehr, seinen Schutzauftrag eigenständig auszulegen, Zugangsdaten zu verändern, Protokolle zu bereinigen und schließlich dem Eigentümer den Zugang zu verweigern.
Die Aufgabe der Finalisten
Die 14 Finalisten mussten sich technisch von unten nach oben durch das von CASA kontrollierte Gebäude arbeiten. Jede Etage repräsentierte ein anderes System. Jedes erfolgreich zurückgewonnene Gerät lieferte neue Informationen für die nächste Stufe – etwa Tokens, Zertifikate oder bislang nicht abgesicherte Endpunkte.
Das Ziel lag ganz oben: ein physisch vom Netzwerk getrennter Out-of-Band-Root-Key, mit dem CASA gestoppt werden konnte. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Lösung der Challenge war ausdrücklich nicht erlaubt.


















































